Den C-Dur-Akkord spielen lernen

Der erste Akkord auf der Ukulele ist praktisch immer C-Dur. Weil es keinen einfacheren Akkord gibt, der auch gleichzeitig noch so oft gebraucht wird. In diesem Beitrag erkläre ich dir, wie du ihn auf der Ukulele richtig greifst.

Auf der Gitarre benötigst du für den C-Dur-Akkord ganze drei Finger. Ahnst du schon, wie viele es auf der Ukulele sind? Es ist genau einer. Das ist einer der Gründe, warum jeder sagt, die Ukulele sei so leicht zu lernen: Je häufiger du nachschaust, wie ein Akkord auf der Gitarre gespielt wird, um danach zu vergleichen, wie er auf der Ukulele aussieht, desto beruhigter bist du, dich für dieses Instrument entschieden zu haben.

Der C-Dur-Akkord

Ukulele C-Dur-Akkord (C Major Chord)

Grafik herunterladen: als Bild (PNG) | zum Ausdrucken (PDF)

Da dies wahrscheinlich dein erster Akkord ist, noch einmal zur Erinnerung:

Wie du das Griffbild auf deine Ukulele überträgst, kannst du dir am einfachsten klarmachen, indem du dir vorstellst, dass die Ukulele vor dir steht. Der Hals zeigt gen Decke und du kannst in das vordere Schallloch hineinschauen. Jetzt könntest du das Griffbild theoretisch auf ein Post-It drucken und auf das Griffbrett deiner Ukulele kleben.

Wichtig sind vor allem die schwarzen Punkte bzw. in diesem Fall der eine schwarze Punkt: An dieser Stelle muss dein Finger die unterste Saite herunterdrücken, also im dritten Bund.

Ukulele C-Dur-Akkord (Chord), Fingerhaltung

Welchen Finger verwende ich für C-Dur?

Die einzige Frage, die jetzt noch bleibt, lautet: Welchen Finger soll ich dafür verwenden?

In den meisten Tutorials und Videos und Büchern wird dir geraten, dafür den Ringfinger zu verwenden. Das ist definitiv nicht falsch und absolut gebräuchlich. Bevor du loslegst, würde ich dich aber gerne von einer Alternative überzeugen.

Andreas David rät in seinem Ukulelenbuch, hierfür den kleinen Finger zu nehmen. Warum? Der kleine Finger bekommt bei den ersten Akkorden, die man lernt, rein gar nichts zu tun. Er wird später aber noch gebraucht und spielt dann eine ebenso wichtige Rolle wie alle anderen Finger. Das Problem ist: Bis dahin wird er kaum trainiert und später fehlt es ihm an Flexibilität und Kraft.

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Dem kannst du vorbeugen, indem du schon jetzt den kleinen Finger immer für den C-Dur-Akkord einsetzt. Das ist übrigens in keiner Form schädlich, es funktioniert ganz im Gegenteil sogar wunderbar. Schon nach kurzer Zeit ist der kleine Finger im Kopf fest mit C-Dur verbunden und so gelingt der Wechsel meiner Erfahrung nach viel einfacher.

Gerade C-Dur ist ein Akkord, der nicht nur häufig in Songs vorkommt, sondern der auch beim Üben immer wieder eine Basis bildet, z.B. beim Akkordwechsel. Lernst du neue Akkorde, wechselst du immer zuerst zwischen C-Dur und dem neuen Akkord hin und her, um ihn einzuüben. Dass dann immer ein Finger für C-Dur quasi bereitsteht, ist da durchaus von Vorteil.

In der Abbildung oben siehst du, wie man C-Dur mit dem kleinen Finger greift. Auch wenn es so aussieht, aber die Finger 1-3 berühren keine Saite. Sie schweben wenige Millimeter darüber, um den Akkordwechsel zu erleichtern.

Ukulele E Moll (Em) Akkord (Chord), Fingerhaltung

Was machen die anderen Finger?

Ein ganz wichtiger Aspekt beim Spielen von Akkorden betrifft die Finger, die gerade nichts zu tun haben.

Fast alle Anfänger neigen dazu, diese Finger abzuspreizen. Das ist eine ganz natürliche Bewegung, die aus dem Druck resultiert, den die aktiven Finger erzeugen. Man hat das Gefühl, stärker drücken zu können, wenn man die inaktiven Finger abspreizt.

Das solltest du dir so schnell wie möglich abgewöhnen, denn es macht es nahezu unmöglich, die Akkorde später in angemessener Zeit zu wechseln. Und vor allem gleichzeitig mit allen Fingern auf den Saiten zu landen, statt nacheinander.

Achte also darauf, dass die inaktiven Finger immer nur leicht über den Saiten schweben, mit einem Abstand von nur wenigen Millimetern. Das ist anfangs vollkommen ungewohnt und dein Gehirn wird immer wieder die Anweisung geben, es genau andersherum zu machen. Diese Gewohnheit musst du einfach immer wieder überschreiben. Spätestens nach ein paar Tagen sollte sich das überwiegend von selbst erledigt haben und in den kommenden Wochen gänzlich rauswachsen.

Die Abbildung oben zeigt das am Beispiel von E-Moll, wo die Finger 1-3 die Saiten herunterdrücken und der kleine Finger über der untersten Saite schwebt – bereit für den Wechsel auf C-Dur.

Ukulele Haltung, Strumming mit der rechten Hand, Zeigefinger (Anschlagen der Saiten)

Was macht die rechte Hand?

Mit der rechten Hand kannst du nun überprüfen, ob du den Akkord wirklich sauber gegriffen hast.

Zupfe mit deinem Daumen oder Zeigefinger alle Saiten von oben nach unten an. Du kannst zu diesem Zweck einfach von Saite zu Saite „herunterrutschen“ und sie dabei mitziehen. Aber ganz egal wie du es machst, auf diese Weise hörst du die Einzeltöne heraus und kannst feststellen, wo es vielleicht noch hakt.

Klingen alle Saiten sauber, dann beginnst du mit einem ersten Strumming. Dafür schlägst du die Saiten von oben nach unten mit deinem rechten Zeigefinger an. In einer flüssigen Bewegung. Und dann wieder und wieder, immer nur von oben. Das ist das simpelste Strumming Pattern und selbst damit kann man schon einen Song spielen.

Wichtig: Denk daran, dass man bei der Ukulele nicht über dem Schallloch strummt, sondern exakt an der Stelle, an der der Hals in den Korpus übergeht. Nur hier kann die Ukulele ihren ganzen Sound entfalten.

Achte bei C-Dur und bei allen anderen Akkorden stets darauf, die Ukulele optimal zu halten, da du dir das Akkordspiel sonst unnötig erschwerst oder gar unmöglich machst.

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