Den F-Dur-Akkord spielen lernen

Nachdem du C-Dur gelernt hast, ist es Zeit für deinen zweiten Akkord. Es ist sinnvoll, nun F-Dur zu lernen, da es nicht nur ein sehr beliebter Akkord ist, sondern auch noch einer, der leicht zu greifen ist.

Er ist aber einen kleinen Schritt schwieriger als C-Dur, denn für C benötigten wir nur einen Finger, für F allerdings schon zwei. Aber keine Sorge, das wirst du in kürzester Zeit hinbekommen. Folge einfach genau den Anweisungen, dann wird nichts schiefgehen.

Der F-Dur-Akkord

Ukulele F-Dur-Akkord (Chord)

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Beim F-Dur-Akkord muss dein Zeigefinger (1) auf die 2. Saite im 1. Bund und dein Mittelfinger (2) muss auf die 4. Saite im 2. Bund.

Denk daran, dass wir die Saiten von „unten“ zählen, also dass die 4. Saite die ist, die am nächsten an deinem Kopf ist, und dass die 1. Saite die ist, die am nächsten an deinen Beinen ist. Du kannst dir das so merken: Wenn deine linke Hand die Ukulele greift, kommen die Finger von unten und dementsprechend ist die erste Saite, die ihnen begegnet, die „1. Saite“, also A.

Achte darauf, dass deine Finger möglichst senkrecht auf dem Griffbrett stehen – das gilt für alle Akkorde. Das ist nur möglich, wenn dein Daumen hinter dem Griffbrett und nicht oben aufliegt oder hinübergreift.

Ukulele F-Dur-Akkord (Chord), Fingerhaltung

Spiel nun die Saiten von oben nach unten z.B. mit deinem Daumen an. Achte darauf, dass du sie alle nacheinander zupfst, damit du die einzelnen Töne gut hören kannst. So kannst du feststellen, ob jeder sauber klingt oder nicht. Setz die Finger so lange ab und wieder auf, bis der Akkord jedes Mal sauber klingt.

Der Akkordwechsel mit F-Dur

Da dies nun schon dein zweiter Akkord ist, wird es Zeit für den ersten Akkordwechsel, und zwar von F-Dur zu C-Dur und zurück. Den so flüssig hinzubekommen wie möglich, sollte dein oberstes Ziel sein. Vergiss Schnelligkeit, die kommt von alleine. Sauberes Greifen der Akkorde steht an allererster Stelle. Aber wie geht das?

Andreas David schreibt in seinem Ukulelenbuch einen ganz wichtigen Satz: „Alle Finger gehen gleichzeitig los und kommen gleichzeitig an.“

Das ist der Kern des Akkordwechsels. Die meisten Anfänger haben damit verständlicherweise Probleme und setzen ihre Finger einem nach dem anderen auf. Das funktioniert vielleicht beim langsamen Üben, sodass man der Meinung sein könnte, das sei schon okay. Aber in der Praxis, im richtigen Spiel, wird der Klang dadurch unsauber. Und bei fortgeschrittenen Techniken gibt es mit dieser Methode dann gar nichts mehr zu holen. Also gleich richtig angewöhnen – denn abgewöhnen ist immer schwer.

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Du musst bei jedem Akkordwechsel im Prinzip drei Schwierigkeiten bewältigen:

  1. Die aktiven Finger müssen so senkrecht wie möglich auf dem Griffbrett stehen und die Saiten an der richtigen Stelle und in der richtigen Intensität herunterdrücken.
  2. Die inaktiven Finger dürfen nicht abgespreizt sein, sondern sollten wenige Millimeter über den Saiten schweben und bereits in der Formation sein, die sie für den nächsten Akkord benötigen (spielst du also gerade C-Dur, sollten Zeigefinger und Mittelfinger bereits die „Formation F-Dur“ angenommen haben und über den Saiten schweben).
  3. Alle Finger müssen gleichzeitig losgehen und ankommen.

All das zu bewältigen, kann etwas dauern. Also lass dich nicht davon entmutigen, dass der F-Dur-Akkord so vermeintlich leicht ist. Er ist leicht, wenn man diese Grundprinzipien beherrscht. Aber für einen Anfänger ist er das die ersten Tage vielleicht überhaupt nicht.

Sobald der Akkordwechsel gelingt, probiere, etwas schneller zu werden und die Akkorde gleichmäßig zu wechseln, also stets im Rhythmus zu bleiben.

Häufige Probleme

Bei F-Dur aber auch insbesondere beim Akkordwechsel treten immer mal ein paar Probleme auf. Hier findest du die Lösungen.

  • Die Saiten schnarren oder klingen dumpf. Es kann sein, dass du die Saiten nicht an der richtigen Stelle herunterdrückst: So nah am nächsten Bundstäbchen wie möglich, maximal in der Mitte. Nie am vorigen Bundstäbchen oder auf einem Bundstäbchen. Außerdem ist es möglich, dass du nicht fest genug drückst oder dass ein Finger eine andere Saite berührt. In letzterem Falle ist es wichtig, die Finger so senkrecht wie möglich aufzustellen.
  • Der Akkord klingt unsauber. Für einen sauberen Akkordwechsel ist es unabdingbar, dass alle Finger gleichzeitig loslassen und gleichzeitig auf den Saiten ankommen. Bewegst du die einzelnen Finger nacheinander, wird der Akkord unsauber.
  • Der Wechsel dauert zu lange. Wenn der Akkordwechsel zu lange dauert, überprüfe, ob du deine inaktiven Finger beim Spiel abspreizt. Das ist ein ganz häufiger Fehler am Anfang. Die Finger, die du nicht benötigst, sollten nur wenige Millimeter über den Saiten schweben (in der Formation des nächsten Akkords), dann klappt der Wechsel nicht nur schneller, sondern auch einfacher. Generell gilt aber: Lass dir Zeit. Du wirst kein Jake über Nacht.
  • Meine Finger kommen durcheinander. Es ist vollkommen normal, wenn deine Finger beim Greifen am Anfang durcheinander kommen. Dein Gehirn muss sich erst einmal daran gewöhnen, dass die Finger deiner linken Hand nun ganz andere Bewegungsmuster ausführen müssen. Das ist so wie sich vor dem Spiegel die Haare zu schneiden: Du triffst alles, nur nicht die Stelle, auf die du mit der Schere gezielt hast. Gib dir Zeit und übe jeden Tag, wenn nötig in Zeitlupe, das wird von ganz allein. Dein Gehirn ist nicht defekt.
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