Grundlagen des Strumming

Hatte man noch nie eine Ukulele in den Händen, dann hält man das Strumming mit der rechten Hand wahrscheinlich für den einfacheren Teil. Immerhin muss die linke komplizierte Akkorde greifen und die rechte darf nach Lust und Laune in die Saiten hauen.

Ganz so einfach ist es natürlich nicht, denn auch beim Strumming gibt es gute und schlechte Techniken. Und meist stellt man als Anfänger schnell fest, dass „einfach irgendwie strummen“ nicht funktioniert. Deshalb zeige ich dir heute ein paar grundlegende Techniken zum Strumming auf der Ukulele.

Ukulele Haltung, Strumming mit der rechten Hand, Zeigefinger (Anschlagen der Saiten)

Wo wird gestrummt?

Von der Gitarre kennt man das Strumming direkt über dem Schallloch und so fangen auch viele Ukulelespieler gleich an, mit ihrer Hand diesen Platz aufzusuchen.

Bei der Ukulele strummt man allerdings an einer anderen Stelle. Und zwar an dem Übergang zwischen Hals und Korpus. Hier erzielst du den optimalen Klang.

Deshalb solltest du dir die Größe deiner Ukulele möglichst auch danach aussuchen, dass bei korrekter Haltung der Ukulele die Hand ganz entspannt an dieser Stelle strummen kann, ohne dass du den Arm strecken oder einziehen müsstest.

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Das Strumming mit dem Zeigefinger

Eine sehr geläufige Technik ist das Strumming mit dem Zeigefinger. Sie ist einfach zu erlernen und bringt den Klang der Ukulele meiner Meinung nach besser hervor als das Strumming mit mehreren Fingern oder das Strumming mit Daumen und Zeigefinger, wie man es von der Gitarre kennt. Es ist eine sehr dynamische Art zu strummen.

Ukulele Haltung, Strumming mit der rechten Hand, Zeigefinger (Start der Bewegung)

Forme mit deiner rechten Hand eine Art Pistole, aber bilde mit Mittelfinger, Ringfinger und kleinem Finger eine „halbe“ Faust. Ob du sie eher locker hältst oder ob die Fingerspitzen dabei deine Handinnenfläche berühren, ist Geschmacksache.

Ukulele Haltung, Strumming mit der rechten Hand, Zeigefinger (Anschlagen der Saiten)

Nun schlägst du mit dem Fingernagel des Zeigefingers die Saiten von oben nach unten an. Die Bewegung sollte dabei nicht nur aus dem Finger kommen, sondern zusätzlich auch aus dem Handgelenk und dem gesamten Unterarm.

Ukulele Haltung, Abschlag mit der rechten Hand (Downstrum)

Andreas David empfiehlt in seinem Ukulelenbuch, dass du erst einmal alle Bewegungen kurz separat übst. Du versuchst zuerst, nur mit einer reinen Bewegung deines Zeigefingers die Saiten anzuschlagen – ganz ohne Handgelenk und Unterarm.

Anschließend versuchst du, die Saiten nur mit einer Bewegung des Handgelenks anzuschlagen – ohne Zeigefinger oder Unterarm zu bewegen.

Dann probierst du das Ganze noch einmal nur mit einer Bewegung des Unterarms, ohne Bewegung von Zeigefinger oder Handgelenk.

Und nun führst du alle einzelnen Bewegungen zu einer einzigen flüssigen Gesamtbewegung zusammen. Das mag erst einmal schwierig klingen, ist aber leichter, als es sich liest.

Wenn du wieder nach oben strummen willst, dann verwendest du nicht deinen Fingernagel, sondern die fleischige Seite deiner Fingerspitze.

Mit dieser Technik kann man sehr schnell strummen, ohne dass der Körper dabei ermüdet. Die Kraft wird zwischen Unterarm, Handgelenk und Finger aufgeteilt, wobei wahrscheinlich der größte Schwung aus dem Handgelenk kommt. Aber achte wirklich darauf, auch den Zeigefinger und Unterarm mit einzusetzen, denn das gibt nicht nur mehr Power, es entlastet auch das Handgelenk, das die Arbeit nicht dauerhaft allein verrichten kann.

Typische Fehler beim Strumming

Wie schon bei der Frage, wo man strummt, kann man sich auch bei der Frage nach dem Wie eine „falsche“ Technik bei den Gitarrenspielern abschauen.

Das ist das Strumming mit dem Zeigefinger, der durch den Daumen verstärkt wird. Dabei berühren sich einfach nur die Spitzen von Daumen und Zeigefinger, um dem Zeigefinger mehr Halt zu geben. Das ist für die Ukulele jedoch überdimensioniert und schlichtweg zu viel Power – für die Gitarre hingegen absolut üblich.

Außerdem wirst du bei fortgeschrittenen Techniken noch den Daumen und Zeigefinger separat brauchen und es ist deshalb keine gute Idee, sich anzugewöhnen, dass der Daumen dem Zeigefinger hilft. Der schafft das auch ganz alleine.

Es ist aber, wie gesagt, auch möglich, an der „falschen“ Stelle der Ukulele zu strummen. Der beste Ort dafür ist der, an dem der Hals der Ukulele in den Korpus übergeht. Aber probier auch mal das Strumming an anderen Stellen. Du wirst bemerken, dass der Sound entweder immer dünner oder immer dumpfer wird und nicht überall ideal klingt.

Das Strumming mit Plektrum

Es spricht grundsätzlich erst einmal nichts dagegen, mit einem Plektrum zu strummen. Aber auch das Plektrum ist eigentlich für die Ukulele überdimensioniert. Die Leichtigkeit der Ukulele geht damit verloren und je nach Art des Plektrums entsteht manchmal ein gewöhnungsbedürftiger Sound.

Außerdem erlaubt das Plektrum nur recht simple Formen des Strummings, danach müsstest du sowieso wieder auf deine Finger zurückgreifen.

Du kannst es ja einmal ausprobieren, viele Ukulelespieler mit einem Plektrum wirst du aber wahrscheinlich nicht finden. Ich habe gehört, dass man am besten Plektren aus Filz verwendet. Die haben allerdings eine gewisse Halbwertszeit und klingen meiner Meinung nach nicht besonders schön. Im Prinzip kannst du aber jedes Plektrum verwenden.

Am Ende ist die richtige Wahl das, was für dich gut klingt und komfortabel ist.

Noch ein Tipp: Etwas Neues zu lernen, kann manchmal mühsam sein. Wenn du wissen möchtest, wie man etwas besonders effektiv lernt, lies dir einmal diesen Beitrag durch. Diese Lernmethode, die unter anderem in Harvard und Stanford empfohlen wird, funktioniert für jede Art von Wissen – auch für das Lernen der Ukulele.

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