Neues zur Taylor Ukulele: Wann wird es sie endlich geben?

Schon länger wird gemutmaßt, ob und wann Taylor endlich eine eigene Ukulele auf den Markt bringt. Schließlich hat Konkurrent Martin längst Modelle im Sortiment – und sogar eine lange zurückreichende Ukulele-Geschichte.

Mich würde eine Taylor Ukulele auch faszinieren, weil Taylor die einzige Gitarren-Marke ist, die ich spielen würde. Man kann sie lieben oder hassen, aber für mich klingt kaum eine Gitarre so gut wie eine Taylor. (Zumindest wenn sie nicht so viel kosten soll wie ein Sportwagen.)

Bob Taylor über Taylor Ukulelen

Bob Taylor, einer der Gründer von Taylor Guitars, hat sich nun im „Wood & Steel“ Magazine zur Ukulele geäußert:

„What stands in the way is the massive tooling/factory building project it demands, and we have so many guitar projects to do first. The truth is that we haven’t lifted a finger on the ukulele project.“

Doch damit nicht genug. Anstatt etwaige künftige Pläne wenigstens etwas zu konkretisieren, empfiehlt er kurzerhand eine andere Marke:

„You should buy a Kanile’a ukulele from Joe and Kristen Souza. No kidding. They’re spectacular, they reforest koa like we do, they’re sweethearts, and they are dedicated to the finest quality.“

So etwas kommt tatsächlich nicht häufig vor. Es zeigt allerdings auch, dass das Unternehmen ganz offensichtlich kein großes Interesse mehr daran hat, eine Ukulele auf den Markt zu bringen. Anderenfalls würde man einen Konkurrenten, auch wenn man noch so gut befreundet sein mag, nicht derart pushen.

Kanile’a setzt in mancher Hinsicht Maßstäbe

Ich muss Bob allerdings zustimmen. Es gibt unheimlich viele Ukulele-Hersteller da draußen und einige richtig gute Exemplare, mit denen man sehr viel Spaß haben wird. An eine Kanile’a kommt trotzdem wenig ran, wenn einem neben dem Klang auch die Verarbeitungsqualität wichtig ist.

Es gibt Marken, die stehen für eine hohe Verarbeitungsqualität. Aber es fehlt einfach der besondere „Signature Sound“. Die Ukulelen klingen generisch. Dann gibt es die mit dem interessanten Klang, aber bei der Herstellung wird geschlampt. Kanile’a vereint für mich diese beiden Faktoren, was ihre Ukulelen zu ganz hervorragenden Instrumenten macht.

Einen ähnlichen Unterschied bemerkst du, wenn du ein Macbook in die Hand nimmst – oder irgendein Windows Notebook. Selbst solche in einer ähnlichen Preislage. Nur das Macbook hält man lange in der Hand und fährt mit den Fingern die Kanten und Bauteile ab, weil man beeindruckt von der Präzision und Verarbeitung ist.

Wem das wichtig ist, der macht mit Kanile’a nicht viel falsch. Natürlich gibt es auch hier Dinge, die man noch verbessern, die man noch feiner austarieren, bei denen man noch ein kleines bisschen perfektionistischer sein könnte. Aber im Moment kommt qualitativ und klanglich kaum etwas an diese Ukulelen heran.

Das heißt nicht, dass die Ukulelen anderer Hersteller auseinanderfielen. Oder schlechter klängen. Es sind einfach diese fünf bis zehn Prozent mehr, für die man entweder eine Leidenschaft hat – oder die einem rein gar nichts bedeuten.

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