Ukulele kaufen: 11 Geheimnisse, die dir niemand verrät

Du willst dir eine Ukulele kaufen? Nichts schwieriger als das. Der Markt ist so unübersichtlich wie kaum ein anderer und es gibt leider Hersteller, die dich lieber im Unklaren über die genauen Spezifikationen lassen möchten. Gerade bei einem größeren Musikalienhändler kann man auch nicht immer damit rechnen, an einen Experten für Ukulelen zu geraten. Die Verkäufer müssen sich zum Teil mit Dutzenden Instrumenten auskennen.

Deshalb ist es besser, man geht gut vorbereitet auf die Suche. Mit fundiertem Wissen, das notwendig ist, um beim Ukulele kaufen eine gute Entscheidung zu treffen, die man nicht nach Tagen oder Wochen schon bereut. Diese kleine Kaufberatung weiht dich in die Geheimnisse ein, die dir sonst kaum jemand offenbart.

Ukulele kaufen Geheimnisse (Foto: Nahaufnahme einer Frau, die den Zeigefinger von ihren Mund hält)

1. Solid bedeutet „massiv“, nichts bedeutet Laminat

Diese wunderschöne Koa-Ukulele für nur 75 €… Warum geben manche Menschen Tausende von Euro dafür aus, wenn es das doch schon für so wenig Geld gibt?

Vorsicht: Es ist gängige Praxis unter Händlern und Herstellern, lieber die positiven Aspekte einer Ukulele hervorzuheben, als die negativen zu erwähnen. Negative Aspekte, von denen man beim Erstkauf eigentlich noch nichts wissen kann. Und dann läuft man geradewegs in die Falle.

Wann immer von einer Holzsorte gesprochen wird, solltest du schauen, ob entweder das Wort „massiv“ oder „solid“ dabei steht. Wenn nicht, handelt es sich nahezu ausnahmslos um billiges Laminat. Und das ist nicht mehr wert als ein paar wenige Euro.

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2. Das Ukulele kaufen einfach mal umsortieren

Das meiner Ansicht nach größte Problem beim Ukulele kaufen ist, dass man als Neuling zuerst mit günstigen und meist bunten Instrumenten in Kontakt kommt. Sie sind leider oftmals die Bestseller, sie sind das, was im Laden besonders ins Auge sticht. Aber sie sind auch das, was unser Urteilsvermögen am meisten trübt. Und zum Kauf von minderwertigen Instrumenten führt, die schon bald in der Ecke stehen werden.

Ukulelen für 30, 50, 70 € suggerieren, dass Ukulelen sehr günstige Instrumente seien. Das ist an sich nicht falsch, aber sie sind eben nicht so günstig, zumindest wenn man ein echtes Instrument und kein Spielzeug sucht. Und darüber täuschen diese Wegwerfprodukte hinweg.

Man glaubt dadurch nämlich, dass man schon für knapp über 100 € bereits etwas richtig, richtig Hochwertiges bekommt. Darauf deuten zahlreiche Forenbeiträge hin von Menschen hin, die mit geschwellter Brust von ihrer Top-Shelf-Ukulele für 129 € sprechen und versichern, dass das ein Instrument der allerobersten Güteklasse sei. Dabei beginnen dort noch nicht einmal die Einstiegsinstrumente, sondern solche, die immer noch aus Laminat statt aus richtigem Holz gefertigt sind uns aus dem fernen Osten mit großen Containerschiffen angekarrt werden.

Um sich einen besseren Überblick zu verschaffen, hilft ein Trick, den ich fast überall anwende: Ich sortiere die Ergebnisse im Shop preislich absteigend, also mit den teuersten Produkten zuerst. Denn erst wenn ich weiß, wo die obere Grenze liegt, weiß ich zumindest ungefähr, wie die anderen Modelle qualitativ einzuschätzen sind. Das heißt nicht, dass man gleich das teuerste Modell nehmen muss. Es geht bloß darum, sich einen realistischen Eindruck zu verschaffen und dadurch eine weisere Entscheidung treffen zu können. Wenn ich sehe, dass selbst bei Thomann Ukulelen bis zu etwa 3.000 € verkauft werden, dann sagt das viel über Ukulelen aus, die 50, 100 oder 150 € kosten.

Wer nun allerdings zu Amazon oder Ebay geht, die nicht gerade als Instrumenten-Hochburgen gelten, erhält auch auf diese Weise ein falsches Bild. Ein Blick bei Thomann sollte es mindestens sein, aber ich würde unbedingt auch Shops wie Gute Ukulele besuchen. Denn selbst Thomann traut sich nur ganz vorsichtig, die etwas höherwertigen Modelle ins Sortiment zu nehmen. Fachhändler sind hier meist besser aufgestellt und haben auch schon eine Vorauswahl getroffen.

Ukulele Stimmung nach Hawaii (Foto: Van eines Surfers auf Hawaii)

3. Nicht immer High G

Die Ukulele ist berühmt für ihren hellen, freundlichen Klang. Es gibt aber auch Ukulelen, die klingen eher wie eine Gitarre. Der Unterschied liegt vor allem in der Besaitung: High G oder Low G. Das bedeutet: Wird eine hohe G-Saite verwendet oder eine tiefe G-Saite.

Es bleibt zwar bei der Stimmung G, C, E, A – es ändert sich allerdings die Tonlage der obersten Saite und die verändert tatsächlich den ganzen Klang des Instrumentes. Aus hawaiianischen Klängen wird plötzlich etwas deutlich Gesetzteres, Seriöseres, vielleicht sogar Melancholischeres. Keine der beiden Varianten ist besser oder schlechter als die andere – ein Ukulelespieler sollte in der Tat immer mindestens eine High G und eine Low G Ukulele haben. Aber je nachdem welchen Klang man sucht, kann man hier beim Ukulele kaufen ordentlich danebengreifen.

Es gibt Hersteller, wie z.B. KoAloha, die statten ihre Ukulelen generell mit Low G aus. Weil sie so konstruiert sind, dass sie mit Low G besonders gut klingen. Kanile’a stellt genau wie KoAloha überwiegend Ukulelen aus Koa her, aber verwendet generell High G. Dasselbe Holz, aber durch eine unterschiedliche Konstruktion und Feinabstimmung klingt die Kanile’a herausragend mit High G und die KoAloha herausragend mit Low G – umgekehrt klingen beide auch gut, aber eben nicht herausragend.

Nicht jedes Holz in jeder Konstruktionsweise ist also für jede Stimmung geeignet. Die mit Abstand meisten Ukulelen sind mit High G besaitet, aber es gibt wie gesagt Ausnahmen. Grundsätzlich kannst du die Saiten einfach gegen das andere Pendant austauschen – denk nur dran, dass eben Faktoren wie Holz und Konstruktion hinzukommen und dadurch z.B. Low G nicht auf jeder Ukulele optimal klingt. Genauso wie High G. Es ist daher besser, sich die Ukulele auch danach auszusuchen, welche Stimmung man bevorzugt.

4. Das meiste brauchst du gar nicht

Bei der Wahl eines neuen Instrumentes tendieren Menschen gerne dazu, das ganze Zubehörlager mitzubestellen. Ich weiß das, weil ich selber zu diesen Menschen gehöre.

Dabei kann man beim Ukulele kaufen auf das meiste Zubehör verzichten. Ja eigentlich brauchst du nicht mal ein Stimmgerät, denn das gibt es online oder als App. Bücher brauchst du nicht um jeden Preis (auch wenn es gute gibt), du erhältst viele Informationen hier auf Ukulele Insider oder bei YouTube. Eigentlich brauchst du nur die Ukulele.

Empfehlen würde ich dir dennoch, zumindest einen Gurt zu kaufen. So klein die Ukulele auch ist, es ist nicht so leicht, sie zu halten und gleichzeitig entspannt zu spielen. Auch Haltungsschäden können daraus resultieren. Gurte gibt es selbst für Ukulelen, die keine Gurtknöpfe haben.

Ein Satz Saiten kann sinnvoll sein – man weiß nie, wann mal eine reißt – und eventuell ein Capo. Aber beides ist wirklich optional. Gerade in den ersten Wochen braucht man das alles nicht. Das Geld ist besser in eine hochwertigere Ukulele investiert. Ein Capo kann man immer noch mal zwischendurch kaufen, auf die Ukulele kann man später nichts drauflegen.

Ukulele Klang und Saitenlage (Foto: Kopfhörer auf hellrotem und türkisfarbenem Grund)

5. Es ist nicht nur der Klang

Irgendwie ist es passiert, dass ich mich auf einem Feldzug gegen billige Instrumente wiederfinde. Nicht weil mir das Wohl der Händler so am Herzen liegt, sondern weil mir Musik so am Herzen liegt. Und dass Menschen Instrumente nicht nur ein paar Tage, sondern ihr Leben lang spielen, weil es kaum etwas Bereichernderes gibt.

Dass eine billige Ukulele nahezu niemals einen beeindruckenden Klang hat, liegt auf der Hand. Minderwertiges Laminat, schlechte Konstruktion, mangelhafte und schlampige Verarbeitung führen nicht gerade zu einem Klang, der Ohren und Zuhörer verzücken lässt. Außerdem ist die Intonation meist nicht besonders gut – die Töne, die du spielst, sind also nicht unbedingt die Töne, die du hörst.

Es ist aber dennoch legitim zu sagen: Für den Anfang muss es nicht so gut klingen, viel wichtiger ist, dass ich das Spielen lerne. Dem stimme ich grundsätzlich zu. Gäbe es da nicht ein viel gewichtigeres Problem, von dem einem beim Ukulele kaufen leider kaum jemand etwas erzählt:

Je billiger das Instrument, desto schwieriger ist es zu spielen. Das stimmt nicht immer, aber fast immer. Denn: Je höher die Saiten über den Bundstäbchen gespannt sind, desto mehr Kraft benötigst du, um sie herunterzudrücken. Man sollte aber eigentlich nahezu keine Kraft dafür aufwenden müssen, wenn man die richtige Stelle trifft. Ein flüssiges Spielen ist so kaum möglich – und Schmerzen sind außerdem vorprogrammiert. Ein geübter Spieler kann das kompensieren, aber für viele Anfänger sind das schnell unüberbrückbare Hindernisse. Besonders schlimm finde ich es, wenn Kindern solche Produkte angedreht werden, in der selbst erfüllenden Prophezeiung, dass sie doch vielleicht ohnehin nicht dabei bleiben werden.

Es wäre für Hersteller aber keine Lösung, die Ukulelen so zu konstruieren, dass die Saiten kaum über den Bundstäbchen schweben, denn das würde zu Schnarren führen. Um das zu vermeiden, geht man auf Nummer sicher und tendiert lieber in die andere Richtung. Es gibt da einen relativ kleinen Sweet Spot und den muss ein Hersteller erst einmal treffen (zumal er auch durch das Klima des Spielortes bedingt ist, das selten identisch mit dem des Produktionsortes ist).

Um eine vernünftige Saitenlage zu erreichen, kann das Instrument nicht komplett vom Fließband kommen. Es ist Handarbeit nötig, um die Saitenlage korrekt einzustellen und damit zumindest für einen Großteil der Spieler spielbar zu machen. Wenn Menschen also Instrumente wie eine Gitarre oder Ukulele kaufen und dann über Schmerzen klagen oder meinen, sie bekämen das alles nicht hin, dann ist ganz oft das Instrument schuld – nicht der Spieler. Der Spieler kann sich nur den Vorwurf machen, möglicherweise zu sehr auf den Preis geschaut zu haben.

6. Auf die Größe kommt es an

Ein großer Mythos rankt sich um die Größen der Ukulele. Eigentlich sind es sogar zwei Mythen.

Der eine besagt, dass man mit einer Ukulele in Soprangröße anfangen sollte. Der andere besagt, dass man auf Hawaii klassischerweise mit einer Soprano spielt, dass also nur das die „richtige“ Ukulele sei.

Beides ist vollkommener Unsinn. Die Soprangröße ist für die meisten Menschen überhaupt nicht als Anfängerinstrument geeignet, sondern im Gegenteil am schwierigsten zu spielen. Denn aufgrund ihrer kleinen Größe hat sie auch ein kleines Griffbrett und das macht es zumindest erwachsenen Fingern unglaublich schwierig, sauber zu spielen. Außerdem ist sie oft für Erwachsene sehr unkomfortabel zu halten, was sogar zu Haltungsproblemen und Schmerzen führen kann. Bei Kindern kann das allerdings andersherum sein, abhängig von Körpergröße und Alter.

Auch dass die Soprano üblicherweise auf Hawaii gespielt wird, stimmt nicht. Es ist die Tenor, zu der die meisten Hawaiianer greifen. Weil es die professionellste der drei Größen ist, weil sie am meisten Instrument ist. Und da die Hawaiianer ihre Ukulele sehr ernst nehmen und sie im Gegensatz zu manchen Europäern nicht als Spielzeug begreifen, wählen sie eher die Tenor-Variante. (Die Konzert-Ukulele ist übrigens ein Kompromiss, der genau zwischen Sopran und Tenor liegt.)

Die richtige Ukulele-Größe hängt nicht von Mythen ab, sondern von dir. Für jede Körpergröße gibt es eine Ukulele, die besser oder schlechter passt. Hier hilft nur ausprobieren und sich vorher über die richtige Haltung informieren. Wer es mit der Ukulele ernst meint und ausgewachsen ist, ist in den allermeisten Fällen mit der Tenorgröße am besten bedient.

Ukulele kaufen – Holz (Foto: Große Menge Schnittflächen von Baumstämmen)

7. Laminat klingt nicht, es sieht aus

Ich stoße leider immer wieder auf Forenbeiträge und manchmal sogar Testberichte von Ukulelen, die z.B. über den tollen Klang einer bestimmten Ukulele berichten, weil diese aus Koa sei – die darüber aber vergessen, dass es sich um Laminat und nicht um echtes Holz handelt.

Es besteht ein eklatanter Unterschied zwischen Koa-Laminat und Koa. Das eine ist Plastik, das andere ist Holz.

Wenn du eine Ukulele aus Laminat kaufst, spielt es wirklich überhaupt keine Rolle, welches „Holz“ das Laminat repräsentiert. Es ist einzig und allein ein optischer Faktor, denn Plastikfolie klingt immer wie Plastikfolie. Daran kann auch die schönste Koa-Maserung nichts ändern.

8. Tonabnehmer machen billig zu teuer

Ukulele-Käufer werden leider gerne mit einem Trick hereingelegt, damit sie eine teurere Ukulele kaufen. Und zwar indem ein Tonabnehmer integriert wird. Man zahlt dann für eine Ukulele, die eigentlich etwa 100 € kostet, schnell mal 180 €, also fast das Doppelte.

Man muss dabei immer im Hinterkopf haben, dass ein Tonabnehmer die Qualität einer Ukulele nicht erhöht, manchmal sogar verschlechtert (durch klappernde Teile oder eine schlechtere Gewichtsverteilung). Der Aufpreis, den man bezahlt, gilt allein dem Tonabnehmer. Und der ist bei Ukulelen leider selten so viel wert, wie dafür verlangt wird. Meist ist nur ein ganz minderwertiges Exemplar integriert.

Zum einen solltest du dir also wirklich überlegen, ob du überhaupt einen Tonabnehmer brauchst. Stehst du wirklich bald mit der Ukulele auf der Bühne? Für Aufnahmen zuhause ist ein gutes Mikrofon oft die einfachere Wahl mit dem zum Teil weitaus besseren Ergebnis.

Zum anderen lohnt es sich womöglich, zunächst auf den Tonabnehmer zu verzichten und ihn später von einem qualifizierten Instrumentenbauer nachrüsten zu lassen, wenn du ihn wirklich brauchen solltest. Denn dann ließe sich auch etwas installieren, was die Bezeichnung Tonabnehmer wirklich verdient hat und auf der Bühne für einen entsprechend guten Klang sorgt.

9. Bundmarkierungen sollten nicht fehlen

Sind dir bereits die Punkte auf und neben dem Griffbrett von Ukulelen aufgefallen? Das sind sogenannte Fret Markers – Bundmarkierungen –, die dir anzeigen, an welcher Stelle sich welcher Bund befindet.

Bei manchen Ukulelen fehlt diese Angabe, aber gerade Anfänger sollten nicht darauf verzichten. Die Punkte stellen eine wertvolle Hilfe dar, weil man das Griffbrett beim Spielen nicht sehen kann. Und so kann man sich besser orientieren. Das Griffbrett zu sich zu drehen ist nämlich keine Option, das führt zu Haltungsproblemen und sieht auch noch amateurhaft aus. Mal abgesehen davon, dass man so keinem Notenblatt oder ähnlichem folgen kann.

Später weißt du instinktiv, in welchem Bund du bist, auch wenn diese Markierungen nicht da sind. Insofern ist es nicht tragisch, wenn du dich für eine Ukulele ohne Bundmarkierungen entschieden hast. Steht der Kauf noch an, könnte das aber ein Kriterium sein, wenngleich auch ein winzig kleines.

CITES Naturschutz (Foto: Aufnahme eines Baumes den Stamm hoch in die Krone)

10. Nach dem Ukulele kaufen: CITES kann ein Problem werden

CITES steht für „Convention on International Trade in Endangered Species of Wild Fauna and Flora“ – also für ein Artenschutzübereinkommen. Was das mit Ukulelen zu tun hat, fragst du dich?

Die Materialien, aus denen Ukulelen hergestellt werden, fallen zum Teil unter das CITES. Das betrifft vor allem bestimmte Holzarten wie Palisander (Rosewood). Aber auch dekorative Inlays aus Abalone – eine Art Meeresschnecke – sind von dem Abkommen gedeckt.

Je nachdem für welche Ukulele du dich entschieden hast, kann also eine CITES-Problematik drohen. Der Kauf solcher Instrumente (innerhalb der EU) ist unproblematisch, da sie bereits importiert oder hier hergestellt worden sind, aber das Reisen damit kann aufwendig werden. Das Bundesamt für Naturschutz sagt dazu:

„Wenn Sie mit Musikinstrumenten, bei denen Teile von geschützten Arten verbaut wurden, in Länder außerhalb der Europäischen Union (EU) reisen, sind dafür CITES-Dokumente erforderlich.“

Hier muss also zwingend rechtzeitig eine Genehmigung beantragt werden. Das sollte in der Regel kein Problem darstellen, ist aber natürlich ein zusätzlicher Aufwand, den man vermeiden kann, indem man Instrumente ohne solche Materialien kauft.

Die meisten Hersteller hochwertiger Ukulelen engagieren sich aktiv für Naturschutz und Wiederaufforstung, aber trotzdem fallen ihre Produkte unter das Abkommen. Das macht sie nicht „illegal“ oder „verwerflich“ (Instrumentenbauer verwenden im Vergleich nur einen winzigen Bruchteil der weltweiten Ressourcen), sondern bringt bloß etwas Verwaltungsaufwand mit sich.

11. Keine klingt wie die andere

Dringst du preislich in die Kategorie der Massivholz-Instrumente vor, dann kommt noch ein schwierig zu kontrollierender Faktor hinzu: Jede Ukulele klingt anders.

Ich meine damit nicht nur, dass Ukulelen mit Koa-Decke anders klingen als solche mit Fichtendecke. Sondern dass dasselbe Modell einer Serie ganz unterschiedlich klingen kann, je nachdem welches Exemplar du in der Hand hältst. Das sind manchmal Nuancen, manchmal deutlich hörbare Unterschiede.

Man muss beim Ukulele kaufen nicht unbedingt ein Geschäft aufsuchen. Ich habe das damals auch nicht gemacht und bin sehr zufrieden mit meiner Wahl. Sei dir nur im Klaren darüber, dass die Ukulele, die du vielleicht mal probegespielt hast und nun in einem anderen Shop bestellst, möglicherweise etwas anders klingt.

Das gleiche gilt auch für YouTube-Videos. Kaum jemand, der diese Videos aufnimmt, hat ein Tonequipment, dass die Ukulele wirklich so akkurat aufnehmen kann, wie sie klingt, wenn du in demselben Raum bist. Selbst wenn wäre immer noch offen, ob du Lautsprecher oder Kopfhörer hast, die den Ton entsprechend akkurat wiedergeben können. Das sind alles nur Annäherungsversuche und je mehr Videos du schaust, desto besser ist wahrscheinlich das akustische Gesamtbild, das du von der Ukulele hast. Aber in echt wird sie trotzdem etwas anders klingen.

Sei dir also bewusst, dass man bei hochwertigen Ukulelen keine Fabrikware kauft, die durch die Produktion hindurch identisch ist. Mit Laminat ist das möglich, aber kein Baum wächst wie der andere. Und ist das nicht eigentlich der Grund, warum wir lieber Geld für ein gutes Instrument aus einem echten Stück Holz bezahlen? Weil es Charakter hat, den es in der Massenfertigung nicht entwickeln kann.

Quellen der verwendeten Bilder (in der Reihenfolge ihrer Platzierung):

  • unsplash.com / Kristina Flour (@tinaflour)
  • unsplash.com / Cody McLain (@neocody)
  • unsplash.com / Icons8 team (@icons8)
  • unsplash.com / Dorelys Smits (@adoris)
  • unsplash.com / David Vig (@davidvig)
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